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Passt die Anschrift ins Fenster?

Der Fehler, der zweimal Porto kostet — und manchmal eine Frist.

Warum sieht man die Anschrift nicht im Fensterumschlag?

Fast immer, weil das Anschriftfeld zu hoch beginnt oder zu viele Zeilen trägt. Nach DIN 5008 ist es 85 mal 45 Millimeter groß, die linke Kante liegt bei 20 Millimetern, der Text beginnt bei 25. Darin stecken drei Zonen — und die Anschrift selbst darf höchstens sechs Zeilen haben, ohne Leerzeile.

Was im Fenster erscheint — und was daneben liegt

Ein Umschlag DIN lang ist rund 110 Millimeter hoch. Faltet man das Blatt an der Marke bei 105 Millimetern, liegt genau der oberste Abschnitt vorn — der mit dem Anschriftfeld. Der Rest verschwindet dahinter. Das ist der ganze Trick, und deshalb hängt alles daran, wo dieses Feld sitzt und was darin steht.

Die Rechnung dahinter steht auf der Seite Falzmarken bei 105 und 210 mm. Hier geht es um das, was im Feld passiert.

Die drei Zonen im Anschriftfeld

Das Feld ist nicht eine Fläche für die Adresse, sondern dreigeteilt. Wer das nicht weiß, schiebt die Anschrift nach oben — und sie rutscht aus dem Fenster.

ZoneHöheWofür
Rücksendeangabe5 mm die kleine Zeile mit dem eigenen Absender, klein gesetzt
Zusatz- und Vermerkzone12,7 mm „Einschreiben", „Nicht nachsenden", Postvermerke
Anschriftzone27,3 mm die eigentliche Anschrift, höchstens sechs Zeilen

Aus dem Regelwerk: „Rücksendeangabe 5 mm, Zusatz-/Vermerkzone 12,7 mm, Anschriftzone 27,3 mm" — mehrfach bestätigt.

Die zwei Fehler, die am häufigsten passieren

Eine Leerzeile in der Anschrift

Viele setzen zwischen Namen und Straße eine Leerzeile, weil es luftiger aussieht. Damit rutscht die letzte Zeile aus dem Fenster. Die Regel lautet: „Anschriftzone bis 6 Zeilen, keine Leerzeilen" — einzeln belegt. Sechs Zeilen ist die Obergrenze, und Leerzeilen zählen mit.

Die Anschrift zu klein oder zu groß gesetzt

Zu groß, und die sechs Zeilen passen nicht mehr in 27,3 Millimeter. Zu klein, und der Automat der Post liest sie nicht. Das Regelwerk sagt: „Fließtext mindestens 10 pt, Anschrift und Informationsblock mindestens 8 pt" — einzeln belegt.

Ins Ausland

„Ort und Land in Großbuchstaben, Land auf Deutsch in der letzten Zeile" — einzeln belegt. Das Land gehört auf Deutsch in die letzte Zeile, Ort und Land in Großbuchstaben. Auch das kostet eine Zeile von den sechs.

Wie gut das belegt ist

Die Maße des Anschriftfelds kommen aus DIN 5008 und stehen im Regelwerk des Werkzeugs: „Anschriftfeld 85 × 45 mm, linke Kante 20 mm, Text ab 25 mm" — mehrfach bestätigt.

Die 110 Millimeter des Umschlags stammen nicht daher. Umschlag und Fensterlage sind in DIN 678 und DIN 680 geregelt, nicht in DIN 5008. Diese Normen liegen uns nicht vor; die Zahl steht hier als Sekundärangabe und nicht als gemessener Wert. Was falzmarke selbst nachmisst, ist die Lage des Anschriftfelds auf dem fertigen PDF — nicht der Umschlag, in den es später gesteckt wird.

Was falzmarke damit macht

Das Werkzeug setzt das Anschriftfeld nach diesen Maßen und liest das fertige PDF danach wieder ein: Die erste Anschriftzeile muss dort stehen, wo sie hingehört, sonst endet der Lauf mit einem Fehler statt mit einem Brief. Ob deine sechs Zeilen inhaltlich richtig sind, prüft es nicht — nur, ob sie dort sitzen, wo das Fenster ist.

Wie das im Ganzen aussieht, steht unter alle 45 Regeln mit ihrer Quellenangabe. Einen Brief, der diese Maße von selbst einhält, gibt es unter Briefvorlagen; für die geschäftliche E-Mail gibt es den Signatur-Baukasten.

Kein Rechtsrat: Die Vorlagen zeigen die Briefform. Ob ein Schreiben inhaltlich trägt (Fristen, Formerfordernisse, Ansprüche), hängt vom Einzelfall ab — falzmarke prüft die Form, nicht den Inhalt.